Bionade im Sprudel-Strudel – Umsatz zu schlecht?

korkenfall_hochBionade-Chef Peter Kowalsky bedauert laut Spiegel Online die 30-prozentige Preiserhöhung der Biolimo. Die drastische Preiserhöhung – vor wenigen Monaten noch als logischer Schritt begründet (das Original müsse nun einmal das teuerste Produkt sein) – sei eine “mehrheitlich getroffene Entscheidung mit Rhönsprudel” gewesen, zitiert SpOn. Die Schindel-Gruppe, zu der u.a. RhönSprudel gehört, habe aufgrund finanzieller Engpässe auf die Erhöhung gedrängt.

Die damalige Preiserhöhung selbst hatte die First Mover in der Bionade-Anhängerschaft, die der Limo erst zu ihrem Erfolg verholfen hatten, verschreckt – wie u.a. die Diskussion hier bei Christoph zeigt.

Aber warum so plötzlich der Richtungswechsel? Was ist da los an der Rhön?

Anscheinend üben die Kreditgeber mächtig Druck auf die Schindler-Gruppe aus, die Limo-Anteile zu verkaufen. Und Kowalsky scheint erst jetzt zu bemerken, welchen Weg das Unternehmen eingeschlagen hat: “Es ist, als kreisten wir als Biene um unseren Dorfteich und genehmigten uns ab und an ein Schlückchen. Und plötzlich kommen Elefanten, hängen ihren Rüssel rein und fangen an zu saugen.” Kowalsky sieht sich von den so gar nicht LOHASigen Anteilseignern ausgesaugt und spuckt zurück: Kowalsky selbst hätte den Verbrauchern nicht derart “frontal in die Schnauze” gehauen.

Natürlich nicht.

Die Bionade wirbelt derzeit ordentlich im Sprudel-Strudel – mal sehen, wie viel Bionade jetzt wirklich “wert” ist.

Wie seht Ihr die Diskussion um Bionade? Kauft Ihr überhaupt noch Bionade? Ich für meinen Teil bin mittlerweile zu anderen Öko-Limos übergegangen – nicht zuletzt wegen der schlagartigen Preiserhöhung.

P.S.: (Die Gerüchteküche um den Eigentümerwechsel von Bionade brodelt übrigens schon seit einiger Zeit)

Greenpeace im ewigen Eis auf Forschungsmission

22. Juli, 2009 von kasi  
In Medien-Nachschau, Nachhall Texte

20090712-radar-kay_1445315iDas Greepeace Schiff “Arctic Sunrise” ist zur Zeit in Grönland, um dort die Auswirkungen des Klimawandels auf die nördlichsten Eisgletscher zu untersuchen. Unterwegs auf dem Schiff ist auch der Fotograf Nick Cobbing. Eine Auswahl von Fotos sind bei Flickr und bei der britischen Zeitung Telegraph zu sehen. Via Futerra-Blog.


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Von Nachterstedt zum RWE-Riesen

rwerieseDer Verlust von Menschenleben ist immer tragisch, keine Frage. Und es ist eine besondere Tragik, wenn durch eine Naturkatastrophe wie Nachterstedt Menschen zu Schade kommen. Schließlich können die Einwohner von Nachterstedt nichts dafür, dass seit Jahrzehnten durch den Abbau von Kohle die um sie herum liegende Landschaft umgewandelt und durchlöchert wurde auf der Suche nach dem Rohstoff Kohle. Man könnte fast zynisch sagen: “Die Natur holt sich irgendwann alles zurück!”

Es ist natürlich richtig, wenn versucht wird, aus den alten Löchern des Braunkohletagebau wieder etwas zu machen, dass halbwegs an Natur erinnert, also Seenlandschaften zu gestalten und den Tourismus anzukurbeln. Dass diese Renaturierung aber nicht vollkommen der menschlichen Kontrolle unterliegt, sondern zu Katastrophen führen kann, sieht man in Nachterstedt.

luegendetektorDa kann man fast nur lachen, was der Energiekonzern RWE gerade an Greenwashing in die Kinos bringt. Einen netten kleinen Film über einen Riesen, der im ganzen Land Windräder, Gezeitenkrafträder, Wasserkraft verteilt und damit die Lichter anmacht.

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet, sieht die Realität beim RWE-Konzern ganz anders aus:

Doch Windkraftanlagen, die in dem Film an erster Stelle präsentiert werden, besitzt der Stromkonzern hierzulande fast keine – mit 43 Megawatt Leistung machten sie laut einer Studie im Auftrag von Greenpeace im Jahr 2008 gerade 0,1 Prozent des RWE-Kraftwerksparks aus (im Bundesdurchschnitt trägt Windkraft bereits mit circa 7 Prozent zur Stromerzeugung bei). Investiert der sympathische Energieriese wenigstens so viel wie möglich in den Ausbau dieser klimaschonenden Energieart? Naja. Laut erwähnter Untersuchung fließen in den kommenden Jahren gerade mal schlappe 15 Prozent der gesamten RWE-Kraftwerksinvestitionen in erneuerbare Energien. Für neue klimaschädliche Kohlekraftwerke wird ein Vielfaches der Windkraft-Investitionen ausgegeben.

So ähnlich geht es weiter: Das Meeresströmungskraftwerk, das der Riese hier errichtet, existiert in der Realität bisher nur auf dem Reißbrett. Die Hochspannungsmasten von RWE, die gezeigt werden, gerieten vor ein paar Jahren in die Schlagzeilen, weil sie im Winter umknickten und zu einem Gutteil noch aus der Vorkriegszeit stammten. Und die Förderung von Braunkohle, aus der RWE den mit Abstand größten Teil seines hierzulande erzeugten Stroms gewinnt, wird in dem Filmchen in zehn kurzen Sekündchen gezeigt – doppelt so viel Zeit räumen die RWE-Werber der anschließenden Renaturierung der geschundenen Landschaft ein, symbolisiert durch das Ausrollen von Rollrasen durch den niedlichen Riesen.

Das Auslegen von Rollrasen hat mit Renaturierung leider reichlich wenig zu, wie uns Nachterstedt dieses Wochenende gezeigt hat. Eines hat das Greenpeace-Magazin in seinem Lügendetektor-Bericht sogar noch vergessen:

In den ersten fünf Sekunden des Films erhebt sich der mit Bäumen überwachsene Riese schläfrig in einer samten Bergwelt. Wer da zufällig daran denken muss, dass in den USA das sogenannte “Mountaintop Removal”, bei dem ganze Bergspitzen abgesprengt werden um an Kohle zu kommen, ein Revival feiert, der hat wohl zuviel hinter die Kulissen des netten Spots geguckt.


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Energie für Engagierte | Von Grünwäschern?

12. Oktober, 2008 von laberena  
In Medien-Nachschau, News

Das schwedische Energieuternehmen Vattenfall hat sich wieder mal was Neues in Sachen “Klimaschutz” einfallen lassen. Nach der Klimaakademie hat Vattenfall jetzt eine neue Kampagne mit dem Titel “Verbraucher gegen den Klimawandel” gestartet. Zweck der Plattform sei, “Menschen zum Handeln [zu] ermutigen und ihren Einfluss als Staatsbürger und Konsumenten geltend zu machen, damit Politiker und Unternehmen die notwendigen Schritte gegen den Klimawandel einleiten.” Aha.
Wie wäre es denn, wenn Vattenfall selbst einen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz leisten würde statt sich in grünwaschenden Web 2.0-Spielereien zu versuchen und die Verantwortung an den Verbraucher weiterzuschieben?

Via Klimalügendetektor und Greenpeace News.


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Grünen beamen sich in die Staatskanzlei

28. September, 2008 von kasi  
In Medien-Nachschau, News

Mit einer ungewöhnlichen Wahlkampfaktion haben die Grünen den bayerischen Landtagswahlkampf abgeschlossen: sie beamten ein Plakat an die Wand der bayerischen Staatskanzlei, dass die CSU-Politiker Beckstein und Huber zeigt, aber den Spruch trägt “Geht mit Gott. Aber geht. Zeit wird’s.”

Auch wenn leistungsstarke Beamer sicherlich einiges an Energie fressen, so war die Guerilla-Aktion (die wie auf dem Foto zu sehen ist, mit der Polizei abgesprochen war) sicherlich wesentlich nachhaltiger als das energieintensive Drucken, Verteilen und Kleben von Postern.

Wie der Stern berichtet, greift auch die SPD zu subversiven Wahlkampfmethoden in der Kino-Werbung:

Sekundenlang wird ein Bild von CSU-Chef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein eingeblendet. Eigentlich ein nettes Bild. Beide lächeln. “Was sind denn das für hässliche Zahnreihen?”, lästert eine Frau. “Wollen die mir jetzt den ganzen Abend versauen”, ärgert sich ein anderer. Schließlich verschwindet das Bild. Ein Schriftzug erscheint: “Sie können das übrigens auch abschalten.” Dann folgt das Logo der Bayern-SPD. Dutzende Zuschauer lachen erleichtert und klatschen.

Beiden Werbeaktionen haben die Gemeinsamkeit, dass sie fast gar nichts zu den Zielen der Grünen bzw. der SPD aussagen, sondern nur die negative Grundstimmung gegenüber der CSU ausnutzen. Bedeutet dies, dass Negative Campaigning langsam salonfähig wird? Werden wir auch bald (wie schon in den USA üblich) Fernsehspots sehen, die im verschwörerischen Unterton die Kandidaten der anderen Parteien schlecht machen?

Die Wikipedia definiert Negative Campaigning so:

Negative campaigning is trying to win an advantage by referring to negative aspects of an opponent or of a policy rather than emphasizing one’s own positive attributes or preferred policies.

Nach dieser Definition kann man die Aktionen der Grünen bzw. der SPD als “Negative Campaigning Light” bezeichnen. Aber kommt sowas bei den Wählern an? In einer Studie von Jürgen und Michaela Maier über zwei Spots von CDU und SPD, die im Bundestagswahlkampf 2005 liefen und sich deutlich negativ auf die andere , waren die Wirkungen auf die Zuschauer eher negativ:

Both spots received, on average, negative evaluations by a sample of German citizens who watched the ads in an experimental setting. In addition, real-time response measurement showed that negative feelings toward the spots occurred as long as the political opponent was being directly attacked.

Aber diese Spots hatten nicht den ironischen Unterton, den die SPD und die Grüne in Bezug auf die CSU gepflegt haben. Wir werden heute abend sehen, ob sich die Strategie ausgezahlt hat.


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Stern, Spiegel, CNN: Tanzen gegen den Klimawandel

13. September, 2008 von kasi  
In Medien-Nachschau


Stern:

Junge Holländer können jetzt mit gutem Gewissen feiern: In Rotterdam hat die erste Öko-Disko eröffnet und eine ganz neue Methode zum Klimaschutz etabliert: tanzen. Je heftiger die Tanzfläche bearbeitet wird, desto mehr Strom entsteht.

Spiegel:

The club will be among the first in the world to give back some of what dancers leave on the floor – and it is part of a larger effort by Enviu subsidiary Sustainable Dance Club (SDC) to introduce environmental technology to an industry that has traditionally been a voracious consumer of electricity.

Mehr zum Club auf Sustainable Rotterdam, bei Treehugger und über menschlicher Energie auf Green Micro Gym.

Update: Ein Interview mit den Machern bei Sound of Sirens .


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David Letterman: Klimawandel – wir sind alle tot!

9. September, 2008 von kasi  
In Medien-Nachschau, News

David Letterman, der bekannte amerikanische Talkshow-Host hat kürzlich einen längeren Monolog über den Klimawandel gehalten, der überraschend offen ist. Letterman sagt mit deutlichen Worten, dass es schon längst zu spät sei, den Klimawandel aufzuhalten, und dass es seit den 80er Jahren keinen Politiker gegeben hat, der sich des Themas richtig angenommen hat.


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NIKE verrät das Internet an die chinesische Regierung

23. August, 2008 von kasi  
In Medien-Nachschau

Marina Hyde schreibt im Guardian-Blog über die Bemühungen des Sportartikelherstellers NIKE, beim Aufklären von Internetgerüchten die chinesischen Behörden einzuschalten.

Ein anonymer Internetuser hatte das Gerücht verbreitet, das NIKE den Hürdenläufer Liu Xiang dazu gedrängt hatte, aus dem Wettkampf auszusteigen, um die Marke nicht zu beschädigen. Die Firma hatte durch ganzseitige Anzeigen in China zu zeigen versucht, dass sie mit den Athleten durch dick und dünn geht. Als das Gerücht aufkam, wurden nun die chinesischen Behörden eingeschaltet, um herauszufinden, wer es gestartet hatte.

Charles Brooks, Pressesprecher von NIKE, betonte gegenüber der Zeitung The Guardian, dass es NIKE nur darum gehen würde, ihre Markenreputation zu beschützten, so wie das angeblich jede Firma tun würde, wenn falsche Beschuldigungen veröffentlicht würden.

Wie Martina Hyde ausführt, hat das ganze aber einen komischen Beigeschmack:

Didn’t the alarm bells ring the minute Brooks’ employers decided to get the government to help them with their inquiries? Wasn’t that the “Just don’t do it” moment? But Nike won’t comment on this. Is Nike even dimly aware of how the Chinese authorities might handle the culprit, particularly given the hysteria around the Liu Xiang situation? It’s unlikely to be a trip down to the libel courts. [...] But Nike is enlisting the services of a repressive regime to crush its enemies.

NIKE hätte andere Möglichkeiten gehabt, so einem Internetgerücht entgegen zu treten, aber die beste Strategie wäre gewesen, das ganze zu ignorieren. So zeigt das Unternehmen nur, dass die Marke wichtiger ist als Menschenrechte.


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Schavan, der Hubschrauber und die Bahn

17. August, 2008 von kasi  
In Medien-Nachschau

Der Spiegel berichtet über einen Hubschrauber-Ausflug der Bundesbildungsministerin Schavan, die um 14 Uhr in Stuttgart bei einer Podiumsdiskussion war und um 16 Uhr in Zürich für ein Interview sein musste. Der Hubschrauber-Flug kostete 26.500 Euro, nach Angaben der Bild-Zeitung wäre ein Lufthansa-Flug nur mit 329 Euro zu Buche geschlagen.

Was sowohl Spiegel als auch Bild vergessen: ein Ticket mit der Bahn hätte nur 45,40 Euro gekostet und ebenfalls nur 2 Stunden und 45 Minuten gedauert, wahrscheinlich genauso lange wie der Flug, wenn man Einchecken und Security mitrechnet. Die Redakteure der Züricher Zeitung hätten die eilige Ministerin auch in Stuttgart am Hauptbahnhof im ICE begrüßen und dann die Zeit für das Interview nutzen können.


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Seife in Afrika – Wie gut gemachte Werbung Verhaltensänderungen bewirken kann

16. Juli, 2008 von kasi  
In Medien-Nachschau

Ein länger Artikel in der New York Times über die Kooperation von Werbeexperten und NGOs in Afrika beim Thema Hygiene:

“For a long time, the public health community was distrustful of industry, because many felt these companies were trying to sell products that made people’s lives less healthy, by encouraging them to smoke, or to eat unhealthy foods, or by selling expensive products people didn’t really need. But those tactics also allow us to save lives. If we want to really help the world, we need every tool we can get.”


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Prenzlberg ist nicht cool.

20. Mai, 2008 von laberena  
In Medien-Nachschau

Ich habe heute einen sehr guten ZEIT-Artikel (Henning Sussebach: “Bionade-Biedermeier”, ZEIT-Magazin Leben 46/2007) über die selbstverliebten Pseudo-Alternativen aus Berlins ehemaligem Szene-Bezirk wieder entdeckt.

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Auf den Straßen ringsum parken zig Citroëns aus den Sechzigern und Vespas aus den Siebzigern, gefahren von Männern mit Günter-Netzer-Frisuren. Im Spielzeugladen Kinderstube wird gebrauchtes Spielzeug verkauft, Fisher-Price-Kipplaster aus den Achtzigern – für 69 Euro. Junge Eltern rekonstruieren ihre eigene Kindheit, als hätten Gegenwart und Zukunft nicht viel zu bieten. Manchmal wirkt das ein wenig ängstlich, oft wirkt es wie Westalgie im Osten. Die Läden, in denen diese Sehnsucht nach dem Gestern bedient wird, ob mit Nierentischen, Plattenspielern oder riesenrädrigen Kinderwagen, sind sehr teuer. Nur das „Du“ kriegt man hier immer noch umsonst: „Da kaufst du dir aber echt was Gutes, du.“

Die wahren LOHAS wohnen eh in Neukölln.

Danke an BAsT von BOKOROST für den Tipp und an das tazblog für das Bild!


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Mir wächst das Essen auf dem Dach

26. April, 2008 von kasi  
In Medien-Nachschau

In manchen Städten ist der eigene Kleingarten ein unerreichbarer Traum. In Manhattan gilt das normalerweise auch, nicht aber wenn ein Entwurf der Architekten “Work AC” umgesetzt wird.

Das Gebäude enthält mehrere Dachterrasen, die dafür genutzt werden um organische Nahrung lokal anzubauen. Die Bewohner der Häuser wohnen direkt unterhalb der Karotten und Salate.

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Aus dem New York Magazine via World Bank PSD Blog.


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Nachhaltigkeit und Greenwashing: Utopia fragt, Schaltegger antwortet

16. März, 2008 von laberena  
In Medien-Nachschau


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Auf Utopia.de ist mir heute ein Interview mit Prof. Dr. Schaltegger, Lehrstuhl für Nachhaltgkeitsmanagement am Center for Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement und Greenwashing aufgefallen. Schaltegger geht dabei auf die unterschiedlichen Zwänge ein, denen unterschiedliche Branchen unterliegen. So spielt öffentlicher Druck genauso eine Rolle wie eine zunehmend “nachhaltige” Marktnachfrage oder Regulierungsdruck. Unternehmen, die in besonders sensiblen sozial-ökologischen Branchen operieren, weisen laut Schaltegger das größte Potenzial auf, sich durch strategisches Nachhaltigkeitsmanagement zu positionieren.
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‘Crude Impact’

2. Februar, 2008 von lars  
In Medien-Nachschau

crudeimpact.jpgDer Film “Crude Impact” zeigt das Ausmass, dass die Entdeckung und Förderung des Öls auf die Entwicklung unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft hat und das Ausmass der Umweltzerstörung, der Gewalt und der Menschenrechtsverletzungen, die dadurch verursacht werden. Unbedingt anschauen!


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Lufthansa rechnet sich das Fliegen schön

20. November, 2007 von laberena  
In Medien-Nachschau

Spiegel Online berichtet heute über ein Interview des Chef-Kranichs Wolfgang Mayrhuber mit der Bild. “Wer die Umwelt liebt, der fliegt”. Ach so?
Laut Aussage des Lufthansa-Chefs kann man heutzutage ganz ohne schlechtes Gewissen in den Flieger steigen. Schön!

Kritikern, die das Fliegen als klimaschädigend bezeichen, wirft Mayrhuber “Öko-Populismus” vor.

Es braucht wohl noch einige Jahre des Öko-Populismus, bis die Lufthansa auf ihren Verantwortungseiten zugibt:

Dienstleistung ist unsere Profession.
Balance halten ist für uns Verpflichtung.
Rechnen fällt uns schwer.

Im Sinne ihrer Glaubwürdigkeit würden sich Fluggesellschaften selbst einen Gefallen tun, wenn sie nicht mehr versuchen würden, Klimaschon-Vergleiche mit der Bahn anzustellen. Denn die haben – mal ganz abgesehen von wissenschaftlichen Erkenntnissen – angesichts des schlechten Images der Fluggesellschaften so wenig Aussicht auf Erfolg wie nie zuvor. Da helfen auch keine Milchmädchen-Rechnungen á la “Der Umwelt zuliebe müsste man jede Strecke ab 350 Kilometer fliegen”.

Lieber Herr Mayrhuber, ich glaube, diese Aussage entlarven selbst passionierte Bild-Leser als glatte Frechheit.


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