“Hör nicht auf zu strampeln, ich will das Ende noch sehen”

Am Samstag, den 26.9.2009 findet im RAW-Tempel ein besonderes Kinoerlebnis statt: das Fahrradkino. Wie die Veranstalter erzählen, müssen die Zuschauer heftig in die Pedalen treten, um den Überraschungsfilm erstmal sehen zu können:

Fahrrad fahren klingt eigentlich ziemlich einfach, aber Strom auf dem Fahrrad zu produzieren ist nicht so leicht. Untrainierte GroßstädterInnen machen nach spätestens 5 Minuten schlapp. Damit wird spürbar, dass für die Herstellung von Strom schwer gearbeitet werden muss.

Fahrradkino_Logo

Allerdings hat das auch den Vorteil, dass wenn ein Film langweilig ist, man einfach die Beine lang macht und die Leinwand wird hell.

Lawnge – die gräserne Liege (leider aus Kunstgras)

lawngeDer holländische Architekt Tim van den Burg und die Künstlerin Lisette Spee tun etwas für alle Naturliebhaber, die auch in der Natur bequem liegen wollen: der Liegestuhl aus Rasen.

Diese wurden in Breda im Valkenbergpark aufgestellt und erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Stühle sind zwar aus Kunstgras, aber dennoch eine witzige Idee, um die Menschen in die Natur zu locken.

Via Inhabitat

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Die Rechnung – Kurzfilm über Nord-Süd-Gerechtigkeit

Germanwatch.org ist eine NGO, die sich intensiv mit Nord-Süd-Gerechtigkeit auseinandersetzt. Da die Folgen des Klimawandels insbesondere die ärmeren Ländern betreffen, aber der Klimawandel eher von den reicheren Ländern ausgelöst wurde, ist das Thema auch für Germanwatch hochaktuell.

2008/2009 wurde ein Kurzfilmwettbewerb durchgeführt, um Nord-Süd-Gerechtigkeit noch etwas griffiger kommunizieren können. Gewonnen hat den Film ein Drehbuch der Firma Eco-Film aus Berlin, die Nachhaltige Filme herstellt.

Der Film wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und namhaften Schauspielern wie Benno Führmann produziert.

Mir gefällt der Film ganz gut, allerdings frage ich mich, ob Youtube-Nutzer, die mit Nord-Süd-Gerechtigkeit noch nicht in Berührung gekommen sind, wirklich sich den Film in voller Länge angucken werden, weil sich das Gespräch schon ziemlich lange hinzieht, bevor es zur Pointe kommt. Klar, politisch korrekt ist er natürlich, auch gut umgesetzt, aber ich glaube, er wird es schwer haben, einem breiteren Publikum aufzufallen.

Moveon.org – Clean Free Energy

pu_sticker_fullMoveOn.org macht Druck auf die Obama-Regierung und den amerikanischen Kongress, die Förderung von sauberen Energietechnologien voranzutreiben, mit einem von Shepard Fairy gestalteten Aufkleber, der auch den berühmten Obama-Hope-Aufkleber gestaltet hatte. Schade, dass man die Aufkleber nicht in Deutschland bestellen kann.

50 Autos sind ein Bus

Aus 50 verschrotteten Saabs und Volvos ist ein Kunswerk von der Werbeagentur Acne zusammengesetzt, das neben der Autobahn zum Flughafen in Stockholm aufgestellt wurde, um die Schweden auf den Umstieg zum Flughafenbus zu bewegen. Auf der Unternehmenswebsite von Flygbussarna kann man das Kunstwerk live betrachten und in diesem Youtube-Film wird erzählt, dass das Kunstwerk auch einige Staus verursacht hat.

Weitere Bilder über das Projekt auf CreativeReview.

Water makes Money – Filmprojekt

Water makes Money ist ein Filmprojekt von Leslie Franke und Herdolor Lorenz über die Privatisierungspolitik der öffentlichen Daseinsvorsorge, insbesondere der Versorgung mit Trinkwasser, und über die Aktivitäten von Unternehmen wie Veolia Wasser und Suez.

Über die Webseite werden fleißig Spenden gesammelt für den Dokumentarfilm, knapp 18.000 Euro sind seit Januar 2009 schon zusammengekommen. Der Trailer ist sehr sehr sehenswert.

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Lighten Up Activism

Lighten Up Activism ist eine Form stillen nächtlichen Protests, der ursprünglich als Antwort auf den Serious Organised Crime And Police Act (SCOPA) 2005 entwickelt wurde. Laut SCOPA dürfen in einem Radius von einem Kilometer vom Parliament Square in London keine (unangekündigten) Protestaktionen stattfinden. Weiterlesen

Für den kleinen Luxus unterwegs – leider nicht kompostierbar

Die Designerin Demelza Hill hat an alles gedacht: Fischmesser, Steakmesser, Suppenlöffel, Salatgabel, Hauptspeisegabel und einen Teller mit Blumendekor. Praktisch, wenn man mal ein Drei-Gänge-Menü im Park oder am Seeufer einnehmen möchte. Nicht so praktisch für die Umwelt, denn das Besteck lässt sich nicht so einfach kompostieren oder umweltfreundlich entsorgen.

Da ist eine andere Idee der Designerin schon praktischer: der Plastikbeutel aus Plastikbeuteln: Knitted Bag for Life.

Via Whats wrong with the Zoo.

Ökologischer Smart im Dreck der Strasse

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So hätte Smart in Deutschland werben sollen: per grünen Graffiti das mit Hochdruckreinigern in den Strassendreck gesprüht wird. Die Holländer Greengraffiti haben sich darauf spezialisiert, mittels Schablonen, viel Wasser und ohne Farbe oder Klebstoffe originelle Werbebotschaften in den Asphalt bzw an die Wand zu sprühen.

Via Karmakonsum.

Die Wasserfälle der Verschwendung

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Gut, Kunst muss nicht nachhaltig sein, sie kann auch manchmal nur für einen kurzen Moment wirken. Obwohl, manchmal habe ich das Gefühl, dass sich Künstler mit ihren Installationen wenig Gedanken darüber machen, wieviel Energie ihre Kunstwerke verbrauchen. Eine Statue oder ein Gemälde verbrauchen keine Ressourcen mehr, wenn sie erst einmal hergestellt sind, aber Video- und Licht-Installationen verbrauchen Energie, meistens auch dann, wenn die Museen oder Galerien nicht geöffnet sind.

Das Wasserfall-Projekt vom isländischen Künster Olafur Eliasson ist so ein Beispiel. Tausende von Litern Wassern werden künstlich ein paar Meter hochgepumpt um dann wieder in den Hudson River zu plumpsen. Was soll das? Zumal das Ergebnis wesentlich abweicht von den Photoshop-Bildern der ursprünglichen Planung, kein satter, breiter Wasserfall wie in der Natur, sondern mehr oder weniger ein dünner Streifen Wasser.

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Sao Paulo ohne Werbung

Schon eine Weile her, aber vielleicht doch noch mal wichtig, in Erinnerung gerufen zu werden. Eine Stadt ohne Werbung:

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Via Werbeblogger, Off Center, International Herald Tribune, Pingmag, Businessweek, BoingBoing, Anti-Advertising, BrandDNA.

Die Stadt war auch Kulisse in einer Werbung für werbefreie Spielfilme im Fernsehen.

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Werbung gegen Realität

Raul und Max berichten ausführlich über das Projekt Pundo3000 von Samuel Mueller. Samuel Mueller stellt Produktwerbung und Realität gegenüber und ermutigt sich mit der Wirkung von Werbung auseinanderzusetzen.

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Von BigMac bis Milchreis, von Fertiggericht bis Müsliriegel sind alle Produkte vertreten, die einem im Supermarkt begegnen. Ein Youtube Video gibt es auch.

Die Rechte der Bilder liegen bei Samuel Mueller