Die amerikanische Kohlelobby mit geborgten Gesichtern

31. August, 2009 von kasi  
In Campaigning

Federation for American Coal, Energy and Security (FACES)_1251713538801Facesofcoal.org ist eine amerikanische Plattform, die für den Erhalt der Kohleindustrie kämpft. Faces steht für Federation for American Coal, Energy and Security und beschreibt sich wie folgt:

FACES (FACES of Coal) is an alliance of people from all walks of life who are joining forces to educate lawmakers and the general public about the importance of coal and coal mining to our local and national economies and to our nation’s energy security. In addition to keeping tens of thousands of people employed in good-paying jobs, coal is the lifeblood of our domestic energy supply, generating half the electricity consumed in the United States today.

Wie aber die Blogs Futerra und Grist hinweisen, scheint die Kampagne doch nicht auf allzuvielen Schultern kohleenthusiastischer Amerikaner und Amerikanerinnen zu liegen, denn die Fotos der Unterstützer sind fast alle aus einer kommerziellen Bilderdatenbank entnommen worden. Die Website gemacht wurde von der Lobby-Agentur Adfero in Washington.

Hier wird ein neuer Trend im US-Lobbyismus deutlich: Astroturfing. Die Energieunternehmen gehen mit ihren politischen Forderungen nicht mehr selbst in die Öffentlichkeit, sondern bedienen sich vorgeschobener NGOs, ohne aber die Herkunft der Gelder für die Unterstützung der NGO deutlich zu machen.

In Deutschland ist der Trend noch nicht angekommen. Das Informationszentrum Klimafreundliches Kohlekraftwerk eV sagt sehr deutlich, wer dahinter steht:

Das IZ Klima e.V. ist eine gemeinsame Kommunikationsplattform, der die Mitglieder Alstom Deutschland, Babcock Borsig Services, DB Energie, EnBW, E.ON, Hitachi Power Europe, RWE Power, Siemens Energy Sector, ThyssenKrupp Steel und Vattenfall Europe angehören.


Zum gleichen Thema:

Die Millenium Development Goals in Russland

27. Juli, 2009 von kasi  
In Campaigning

mdgsinrussiaEin Freund von mir, Aleksey Fedorov, nahm vor kurzem am Ford Motor Company Global Scholars Programme am Washington Center for Internships and Academic Seminars teil. Im Rahmen dieses Seminars entstand dieses sehr schöne Video, das auf einfache Art die MDGs erklärt. Der besondere Fokus liegt auf HIV/AIDS in Russland, aber sehr sehenswert sind zum Beispiel auch die beiden Werbeeinblendungen, zum Beispiel zum Thema Rauchen im Treppenhaus mit Aleksey als Drogendealer und einer großen Haschtüte.

Beteiligte: Jennifer Cecil, Rose Marks, Stanislav Latyshevskiy, Aleksey Fedorov


Zum gleichen Thema:

Strassenbäume – Vom Treeathlon zum SMS-Baum

13. Juli, 2009 von kasi  
In Campaigning

treesforstreets

Die englische NGO “Trees for Cities” macht das Thema “Strassenbäume” mit einigen sehr kreativen Aktionen bekannt. Bäume an den Strassenränden sind nicht nur wichtig für das lokale Klima, sondern auch für das soziale Wohlbefinden eines Stadtviertels.

logo_treeathlon

Eine Aktion ist der Treeathlon. Die Läufer laufen 5 Meilen und pflanzen im Anschluss neue Bäume. Der Treeathlon hat auch das Ziel, für Aufforstungsprojekte in anderen Ländern zu werben und Spenden zu generieren.

Ein Baum kann auch via SMS gespendet werden. Per Textnachricht kann bei Trees for Streets werden 3 Pfund an Trees for Cities gespendet, die dann genutzt werden, um London und andere stark entbaumten Städten etwas grüner zu machen.

Auch wenn in Berlin die Strassenbäume oft nur Ablageflächen für die Hundehaufen sind, so möchte ich doch meinen Baum vor meinem Balkon nicht missen.


Zum gleichen Thema:

Die Rechnung – Kurzfilm über Nord-Süd-Gerechtigkeit

12. Juli, 2009 von kasi  
In Campaigning, Kunst

Germanwatch.org ist eine NGO, die sich intensiv mit Nord-Süd-Gerechtigkeit auseinandersetzt. Da die Folgen des Klimawandels insbesondere die ärmeren Ländern betreffen, aber der Klimawandel eher von den reicheren Ländern ausgelöst wurde, ist das Thema auch für Germanwatch hochaktuell.

2008/2009 wurde ein Kurzfilmwettbewerb durchgeführt, um Nord-Süd-Gerechtigkeit noch etwas griffiger kommunizieren können. Gewonnen hat den Film ein Drehbuch der Firma Eco-Film aus Berlin, die Nachhaltige Filme herstellt.

Der Film wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und namhaften Schauspielern wie Benno Führmann produziert.

Mir gefällt der Film ganz gut, allerdings frage ich mich, ob Youtube-Nutzer, die mit Nord-Süd-Gerechtigkeit noch nicht in Berührung gekommen sind, wirklich sich den Film in voller Länge angucken werden, weil sich das Gespräch schon ziemlich lange hinzieht, bevor es zur Pointe kommt. Klar, politisch korrekt ist er natürlich, auch gut umgesetzt, aber ich glaube, er wird es schwer haben, einem breiteren Publikum aufzufallen.


Zum gleichen Thema:

Transition Town – Berlin Friedrichshain-Kreuzberg

12. Juli, 2009 von kasi  
In Campaigning, Konferenzen

transition_logo

Angesichts zunehmender Rohstofferschöpfung und drohender Klimakapriolen kann man den Zustand der 1992 in Rio initiierten weltweiten Bewegung für eine nachhaltige Entwicklung nur als Katastrophe bezeichnen. Die „Lokale Agenda 21“-Initiativen dümpeln vor sich hin oder sind bereits sanft entschlafen, der ganze Komplex aus UNO-Konferenzen, wohlklingenden Absichtserklärungen von Regierungen oder Verwaltungsbehörden und gutgemeinten Vor-Ort-Aktionen hat sich als mehr oder weniger wirkungslos erwiesen.

Gegenwärtig wird nicht am berühmten „Umbau der Industriegesellschaft“ gearbeitet, sondern an Plänen für neue Kohle- oder Kernkraftwerke, und der bereits eingetretene Mangel an Erdöl soll dadurch behoben werden, dass man im Norden Kanadas mit enormen Folgeschäden für Mensch und Natur Ölsand zu Treibstoff verarbeitet. Die Wachstumsideologie herrscht so unangefochten wie eh und je.

Mit diesen deutlichen Worten erläutert die Initiative Transition Town Berlin Friedrichshain-Kreuzberg ihre Motivation, den Berliner Stadtteil auf die Folgen des Oil-Peaks und den Klimawandel vorzubereiten. Das „Transition Town Movement“ ist ein Bewegung, die in den letzten drei Jahren in mehr als 30 Kommunen und Regionen lokale Graswurzel-Initiativen gebildet hat.

Am 5. September 2009 wird es ein großes Transition Town Festival in Berlin geben, auf dass sich die Nachhall-Texter schon jetzt freuen. Weitere Infos über die Initiative im Wiki.


Zum gleichen Thema:

Deklaration Kultureller Revolutionäre 2009

28. Mai, 2009 von lars  
In Campaigning

cr_08‘Declare Interdependence!’ / ‘Erkläre wechselseitige Abhängigkeit!’ (deutsch ist manchmal ziemlich unsexy, finde ich…)
art-ecology-education.org aus Berlin hat ein offenes Experiment iniziiert, das ua dadurch inspiriert wurde, dass sich Gedanken, je häufiger sie gedacht werden, mehr und mehr manifestieren, bzw dass sie ‘überspringen’ und plötzlich ‘in den Köpfen’ anderer auftauchen…
Die ‘Deklaration Kultureller Revolutionäre 2009′ ist ein ‘in Worte fassen von dem, was bereits in der Luft liegt’…eine Art Beschreibung/Skizze für ein neues Paradigma menschlichen Selbstempfindens und in-Beziehung-tretens.
Sie findet sich bis jetzt in englischer, spanischer, portugiesischer, chinesischer, baskischer, französicher, italienischer und schwedischer Übersetzung sowie einigen Aktionsvorschlägen auf www.culturalrevolutionaries.org.
‘Findet Wege, die Erklärung zu lesen, sie zu teilen und in Aktion umzuwandeln.’
Dito!


Zum gleichen Thema:

Diktatoren haben Angst vor Mäusen

20. Mai, 2009 von kasi  
In Campaigning, News

ishrmouse1-412x585Da springen sie auf Sessel und Sofas, aus Angst vor einer kleinen Computermaus, die per Internet für die Menschenrechte kämpft. Tolle Kampagne der International Society for Human Rights. (Via IbelieveinAdv)


Zum gleichen Thema:

Wie Du mir so ich Dir

11. Mai, 2009 von kasi  
In Campaigning, News

Die Global Coalition for Peace hat eine Kampagne gestartet, die auf englisch lautet “What goes around comes around. Stop the War in Iraq”, auf deutsch grob übersetzt mit “Wie Du mir so ich Dir”, oder “Wer anderen eine Grube gräbt…”

Bemerkenswert sind aber insbesondere die Kampagnenbilder von der Agentur Big Ant International, die ein Motiv um eine Säule wickeln und damit einen interessanten Effekt erzielen.

Via Osocio


Zum gleichen Thema:

Die Coen Brüder für die Reality Coalition | Get clean coal clean!

26. Februar, 2009 von laberena  
In Campaigning

Neues Kampagnenvideo der Reality Coalition – Regie: Coen Brüder:
Mehr lesen


Zum gleichen Thema:

First 100 Days | Amnesty International

22. Januar, 2009 von laberena  
In Campaigning

Bisher haben wir ja stur an der Obamania vorbeigebloggt. Der neue Clip von Amnesty International spielt sehr schön mit den überhöhten Erwartungen an den neuen US-Präsidenten. Und zeigt gleichzeitig, welche Herausforderungen das neue Amt für Obama birgt.
Mehr lesen


Zum gleichen Thema:

Quit Cutting | Kampagne von Green Korea United

21. Dezember, 2008 von laberena  
In Campaigning, News

The Forest is up to you!
In einer neuen Kampagne zeigt die Umweltschutzorganisation Green Korea United die Folgen der fortschreitenden Abforstung.

Mehr lesen


Zum gleichen Thema:

Greenpeace gegen Vattenfall-Greenwashing

4. November, 2008 von laberena  
In Campaigning, News

Anlässlich der jüngsten Episode der Greenwashing-Geschichte von Vattenfall hat Greenpeace jetzt eine neue Kampagne gestartet: “Mit Vattenfall ins Klimachaos.
Ich frag mich, wieviel Aufstand und Aufschrei es noch geben muss, bevor Vattenfall merkt, dass gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen etwas mehr bedeutet als ein paar “nette” Aktionen.
Weitere Greenpeace-Infos zu Vattenfall findet Ihr unter: http://www.greenpeace.de/vattenfall

Links zu ähnlichen Aktionen von Greenpeace:


Zum gleichen Thema:

Online-Abstimmung für die Worst EU Lobbying Awards eröffnet

25. Oktober, 2008 von laberena  
In Campaigning

Vor wenigen Tagen ist die Abstimmung für die diesjährigen Worst EU Lobbying Awards eröffnet worden. Noch bis Ende November können Interessenten online für Ihre “Lieblings”-Lobbyisten stimmen.

2007 ging der Worst EU Lobbying Award an BMW, Daimler und Porsche. Das Deutsche Atomforum hat für seine “Ungeliebte Klimaschützer”-Kampagne einen Sonderpreis, den Worst EU Greenwash Award, erhalten.

Für den Worst EU Lobbying Award stehen folgende Kandidaten zur Wahl: Mehr lesen


Zum gleichen Thema:

“Nicht den Blick für soziale und ökologische Konsequenzen verlieren” – Create a difference von A.T.Kearney – Professionelles Coaching für NGOs

21. Oktober, 2008 von kasi  
In Campaigning

Seit 2006 gibt es das Projekt “Create a Difference” der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Ziel des CSR-Projekts ist es, junge, engagierte Studierende bei der Durchführung von ehrenamtlichen Projekten zu coachen.

Eines der geförderten Projekte ist der ModelG8 e.V. – ein Verein, der Studierende dazu bewegen möchte, sich mit der Politik der G8 auseinanderzusetzen. Einmal im Jahr wird im Land der G8-Präsidentschaft eine ModelG8-Konferenz veranstaltet, die den G8-Gipfel simuliert und versucht, den Studierenden Einblicke in die komplexen Verhandlungen zu geben.

Nachdem das ModelG8-Projekt seit 2006 existiert, hat sich A.T. Kearney 2008 entschlossen, bei der Gründung des Vereins zu helfen. Dabei ging es nicht um finanzielle Beiträge, sondern eher Hilfe bei der Organisation der zu erledigenden Aufgaben und der Erstellung eines Zeitplans. Mehr lesen


Zum gleichen Thema:

Just ONE Question about Global Poverty

18. September, 2008 von kasi  
In Campaigning

Die besten Kampagnen sind die mit der einfachsten und klarsten Message.

Die Kampagne “Just ONE Question” hat sich zum Ziel gesetzt, dass bei den Präsidentschaftsdebatten im Fernsehen im Herbst es mindestens eine Frage gibt, wie die Kandidaten die globale Armut bekämpfen wollen. Bisher gab es in der Geschichte der Präsidentschaftsdebatten erst zwei Fragen zu diesem Thema, was die Kampagnenmacher ändern wollen. Mehr lesen


Zum gleichen Thema:

Nächste Seite »