Call-A-Bike: ein Erfahrungsbericht

Call-A-Bike ist der Fahrradverleihservice der Deutschen Bahn. Vorletztes Wochenende war es Zeit, dass mal auszuprobieren. Eigentlich ist ganz einfach: anmelden und Kontodaten eingeben, dann per Google Maps ein Fahrrad finden, die Nummer auf den Fahrrad anrufen, den Freischaltcode eingeben und dann losradeln.

Wenn man fertig ist, stellt man das Fahrrad an einer Strassenkreuzung ab, ruft wieder die gleiche Nummer an, gibt den Abstellcode und die Strassennamen ein und lässt das Fahrrad stehen.

Pro Minute kostet das Fahrrad 8 Cent, aber nicht mehr als 9 Euro am Tag. Aber nur wenn man nicht den gleichen Fehler wie ich begeht, nämlich bei jeder größeren Pause das Rad abzumelden und dann wieder anzumelden. So kamen dann nämlich 13 Euro am Tag zusammen. Besser ist es, das Fahrrad zwar abzuschließen, aber nicht abzumelden.

Eigentlich müsste man ja denken, dass das Bike einen GPS-Sensor hat, denn in den Mietbedingungen heißt es ausdrücklich, dass man die Fahrräder nicht außerhalb des S-Bahn-Rings abstellen darf. Aber wie der Chaos Computer Club herausgefunden hat, besitzt das Fahrrad einen solchen Sensor nicht. Man kann also problemlos das Fahrrad abstellen wo man will und gibt einfach zwei Straßennamen in Berlin an, möglichst an einer zentralen Stelle. Allerdings wenn die Deutsche Bahn im Herbst ihr Bike sucht, und es nicht an der Stelle findet, dann wird wohl eine Gebühr fällig.

Wenn es nach dem Willen von Julia Klöckner, der Verbraucherschutzbeauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion geht, soll der Service bald nicht mehr Call-A-Bike, sondern Ruf-Dir-Nen-Drahtesel genannt werden. Frau Klöckner sollte sich lieber darum kümmern, dass mehr Bundestagsabgeordnete mit dem Fahrrad fahren.

Foto via Streetblog, andere Blogger die über Call-A-Bike berichten: Piers Fawkes, Tania Lo.

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Ein Gedanke zu “Call-A-Bike: ein Erfahrungsbericht

  1. tja … spätestens, wenn der nächste Nutzer das Fahrrad an der “zentralen Stelle” in Berlin sucht, wo es nun dummerweise nicht steht, fällt das wohl auf und wird teuer …

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