Schavan, der Hubschrauber und die Bahn

Der Spiegel berichtet über einen Hubschrauber-Ausflug der Bundesbildungsministerin Schavan, die um 14 Uhr in Stuttgart bei einer Podiumsdiskussion war und um 16 Uhr in Zürich für ein Interview sein musste. Der Hubschrauber-Flug kostete 26.500 Euro, nach Angaben der Bild-Zeitung wäre ein Lufthansa-Flug nur mit 329 Euro zu Buche geschlagen.

Was sowohl Spiegel als auch Bild vergessen: ein Ticket mit der Bahn hätte nur 45,40 Euro gekostet und ebenfalls nur 2 Stunden und 45 Minuten gedauert, wahrscheinlich genauso lange wie der Flug, wenn man Einchecken und Security mitrechnet. Die Redakteure der Züricher Zeitung hätten die eilige Ministerin auch in Stuttgart am Hauptbahnhof im ICE begrüßen und dann die Zeit für das Interview nutzen können.

Call-A-Bike: ein Erfahrungsbericht

Call-A-Bike ist der Fahrradverleihservice der Deutschen Bahn. Vorletztes Wochenende war es Zeit, dass mal auszuprobieren. Eigentlich ist ganz einfach: anmelden und Kontodaten eingeben, dann per Google Maps ein Fahrrad finden, die Nummer auf den Fahrrad anrufen, den Freischaltcode eingeben und dann losradeln.

Wenn man fertig ist, stellt man das Fahrrad an einer Strassenkreuzung ab, ruft wieder die gleiche Nummer an, gibt den Abstellcode und die Strassennamen ein und lässt das Fahrrad stehen.

Pro Minute kostet das Fahrrad 8 Cent, aber nicht mehr als 9 Euro am Tag. Aber nur wenn man nicht den gleichen Fehler wie ich begeht, nämlich bei jeder größeren Pause das Rad abzumelden und dann wieder anzumelden. So kamen dann nämlich 13 Euro am Tag zusammen. Besser ist es, das Fahrrad zwar abzuschließen, aber nicht abzumelden.

Eigentlich müsste man ja denken, dass das Bike einen GPS-Sensor hat, denn in den Mietbedingungen heißt es ausdrücklich, dass man die Fahrräder nicht außerhalb des S-Bahn-Rings abstellen darf. Weiterlesen