Nachhaltigkeit und Greenwashing: Utopia fragt, Schaltegger antwortet


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Auf Utopia.de ist mir heute ein Interview mit Prof. Dr. Schaltegger, Lehrstuhl für Nachhaltgkeitsmanagement am Center for Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement und Greenwashing aufgefallen. Schaltegger geht dabei auf die unterschiedlichen Zwänge ein, denen unterschiedliche Branchen unterliegen. So spielt öffentlicher Druck genauso eine Rolle wie eine zunehmend „nachhaltige“ Marktnachfrage oder Regulierungsdruck. Unternehmen, die in besonders sensiblen sozial-ökologischen Branchen operieren, weisen laut Schaltegger das größte Potenzial auf, sich durch strategisches Nachhaltigkeitsmanagement zu positionieren.

Bei allem Nachhaltigkeits-Hype sollte dennoch nicht vergessen werden, dass jedes Nachhaltigkeitsengagement von Unternehmen im Kern immer auch ökonomisch legimitiert sein muss (Anbindung an Unternehmenskern, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit etc.).

Beim Thema Greenwashing tut sich Schaltegger schwer, eine genaue Definition zu finden, ganz zu schweigen von der Benennung konkreter Beispiele. Schade eigentlich – wo es doch gerade in letzter Zeit immer mehr offensichtliche Beispiele für Grünfärberei gibt. Insgesamt bringt das Interview keine neuen Erkenntnisse, aber ich würde mich freuen, wenn das Thema Greenwashing in Zukunft stärker unter wissenschaftlichen Aspekten diskutiert würde.

Link zum Thema: Welchen Unternehmen vertrauen Utopisten eigentlich? Nachzulesen im aktuellen Utopia-Vertrauensbaromter (mit teilweise erstaunlichen Ergebnissen).

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