Die Horxsche Verwirrung: Green Business, CSR, Greenwashing, PR?

2. August 2008 von laberena  
In Nachhall Texte

Bei Reset.to bin ich gerade auf eine Aussage von Zukunftsforscher Matthias Horx gestoßen, der meint, dass Green Business und die glaubwürdige Kommunikation unternehmerischen Engagements immer wichtiger werden.

An sich keine wirklich neue Erkenntnis. Interessant ist aber die Begründung des Zukunftsforschers für die steigende Bedeutung nachhaltiger Unternehmensprozesse:

“Der Spagat zwischen umsatzgetriebenen Unternehmenszielen und grünem Gewissen ist kein Selbstläufer. ‚Greenwashing’, die oberflächliche Grünfärbung eines Unternehmens oder einer Marke, wird dank globaler Vernetzung via Web 2.0 schnell als PR entlarvt.“

Die seltsame Gleichung, die Horx aufstellt (Greenwashing = PR) ist zwar knackig, aber ein bisschen zu einfach, um die Komplexität des Begriffs Greenwashing angemessen zu beschreiben. Als gelungene Beispiele unternehmerischen Engagements werden in dem Artikel u.a. die Deutsche Bank und Puma genannt, die ihre Unternehmenszentralen nach “grünen” Kriterien umbauen. Lobenswertes Engagement der beiden Unternehmen ja – aber eine grüne Firmenzentrale macht noch lange kein gewissenhaftes Unternehmen, Herr Horx.

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Comments

One Response to “Die Horxsche Verwirrung: Green Business, CSR, Greenwashing, PR?”
  1. Amy sagt:

    Aktionen wie die von Kirsten Brodde (Aktivistin hinter der “Tchibo-T-Shirt-Sow”) zeigen dann immer wieder auf, dass es bei “politisch korrektem” Konsum eben doch nicht nur um vorbildliche und richtungsweisende Unternehmerstrategien oder Aktionen Einzelner, sondern auch um einen notwendigen Wandel in der breiten Verbraucherhaltung ankommt. Natürlich wollen wir gerne günstige Schuhe, T-Shirts, etc. einkaufen. Natürlich fühlen wir uns auch besser, wenn “unsere Bank”, “unser Energieversorger”, “unser xy Provider” ökologische Bekenntnisse nach außen trägt und praktiziert.

    Man sollte dabei aber auch auf die Nachhaltigkeit solcher Aktionen schauen: Wie Du herausgestellt hast, ist es leider nicht ganz unwahrscheinlich, dass die grüne Praxis genauso weit reicht, wie die (deutschsprachige) Printkampagne.

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