Wie organisiert man eine klimaneutrale Konferenz?

Im Sommer werden die Youth Media Days, die Jugendmedientage der Europäischen Jugendpresse stattfinden. Mit Max Kall, dem Organisator dieser Konferenz, hatte ich heute ein interessantes Gespräch: er ärgerte sich, dass die Reise- und Kostenbestimmungen der Bundesregierung oft so gestaltet sind, dass man kaum Jugendprojekte organisieren kann, die klimaneutral sind. Auf europäischer Ebene sieht das etwas anders, daher tauschten wir ein paar Ideen aus, wie man große Konferenzen klimaneutral machen könnte.

Einige andere Konferenzen haben das ja schon vor gemacht, wie zum Beispiel die DLD07 (Digital, Life, Design), aber auch die Konferenz der Bundesregierung zu erneuerbaren Energien, die Renewables2004, war klimaneutral. Auch die Deutsche Bank hatte ihre Frankfurter Konferenz zu “Women in European Business” klimaneutral organisiert. Auf der Seite Klimaneutral-Partner finden sich noch weitere Pilot-Projekte. Noch mehr Beispiele gibt es bei Klima-Aktiv.
Sicherlich ist ein wichtiger Punkt, dass bei der An- und Abreise der Teilnehmer auf Klimaneutralität geachtet wird, zum Beispiel indem man via Atmosfair die Emissionen berechnet. Andere Möglichkeiten hatten wir schon mal in einem früheren Artikel diskutiert.

Sicherlich wäre es aber auch schon eine Hilfe, wenn alle Materialen für die Teilnehmer klimaneutral gedruckt würde. Hermann Radeloff von der Agentur “Racken” hatte mir mal erzählt, dass er für eine Walnussölpresse für Naturata
Spielberger
, einer Öko-Mühle in Baden-Württemberg, eine Möglichkeit sucht, klimaneutral zu drucken. Das wäre auch für die Konferenz eine gute Idee, oder?

Welche anderen Möglichkeiten gibt es noch? Wie kann bei einer Konferenz noch CO2 entstehen? Wie kann man das kompensieren? Wie kann man überhaupt die Emissionen berechnen? Über Anregungen würde ich mich sehr freuen.

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2 Gedanken zu “Wie organisiert man eine klimaneutrale Konferenz?

  1. In Österreich gibt es vom „Österreichischen Ökologie-Institut“ eine sehr sachkundige und hilfreiche Initative namens „Green Events Austria“.
    Sie haben u.a. auch einen lesenwerten „Leitfaden zur Organisation von umweltgrechten Veranstaltungen“ entwickelt.
    Siehe http://www.greeneventsaustria.at/article/articleview/71965/1/26182/

    Prinzipiell sind fast immer bei Kongressen und anderen „Events“ die Verkehrsemissionen der Teilnehmer der mit grossen Abstand grösste CO2-Posten.
    Die Auswahl eines mit ÖPNV- gut erreichbaren Veranstaltungsortes und den Hinweis der Teilnehmer hierauf, ist deshalb der mit Abstand wichtigste Punkte, um Kongresse und andere Events umweltfreundlich und klimaneutral zu machen.

    Vor kurzem fand zu „GREEN MEETINGS“ und „klimaneutralen Kongressen“ auch in Bonn ein – klimaneutraler – Kongress statt. Leider gibt es hierzu aber keinen Kongressreader oder hilfreiche Unterlagen (www.greenmeetingsgermany.de).

    Die Kongress selber wurde von CO2OL klimaneutral gestellt, die wohl Marktführer im Eventbereich sind.
    So haben sie unter anderem schon „über hundert Events“ klimaneutral gestellt, das bekannteste davon wohl das „LIVE EARTH“-Konzert.
    Auf der Messe haben sie auch eine Software zur einfachen Ermittlung der Co2-Emissionen durch Events vorgestellt:
    http://www.co2ol.de/Blog-Einzelansicht.157.0.html?&cHash=45ce6a00ad&tx_ttnewsbackPid=87&tx_ttnewstt_news=189

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