Entschlankt das Auto – steigt aus!

Das Wort „Fasten“ stammt laut Wikipedia vom gotischen fastan = (fest)halten, beobachten, bewachen; bzw. althochdt.: fasten = fest (an den Geboten der Enthaltsamkeit festhalten).

Netterweise kann man gerade in der Fastenzeit eine Revival gutgemeinter Ratschläge beobachten – weniger Schokolade, weniger Alkohol, weniger Drogen, mehr Sonnenschein und mehr Duftkerzen. Einige deutsche Bischöfe hatten die Idee, den Verzicht auf das Auto anzuregen und die Aktion Autofasten ins Leben gerufen. Zusammen mit vielen anderen Organisationen, Behörden und NGOs weisen sie auf die ökologischen und gesundheitlichen Folgen des Autoverkehrs hin. Als Bonbon gibt es von einigen Verkehrsbetrieben in dieser Zeit verbilligte Zeitkarten. In Berlin hat die BVG leider nichts ähnliches angekündigt.

Aus PR-Sicht ist die Kampagne ideal: sie hat einen guten Zweck, sie tut niemanden weh, sie kostet die Kirchen (fast) nix, schafft ein gutes Image und ob die Kampagne einen Erfolg hat, lässt sich nicht wirklich beurteilen. Aber ob der Papst aufs Papamobil verzichtet?

Unterstützt wird die Aktion von den Bistümer Trier, Mainz und Limburg, den Evangelischen Kirchen im Rheinland, in Hessen-Nassau und in der Pfalz, die Katholische und die Protestantische Kirche in Luxemburg, die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland Pfalz, das Ministerium für Umwelt des Saarlandes, die Ministerien für Verkehr und Umwelt des Großherzogtums Luxemburg sowie Verkehrsverbünde, Verkehrsunternehmen, Fahrradverleiher, Car-Sharing Unternehmen, dem Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), dem NABU, dem Mouvement écologique, Greenpeace Luxembourg, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), VELO mobil. dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und vom „Haus von der Natur“.

Via Bar-Blog, Frankfurter Rundschau, ZDF, Silberpuls, Christopolis, PR-Inside. Empfehlenswert zum Thema „Fasten in frühen Christentum“ ist der Artikel „Paulus war dagegen“ von Bruder Ludwig. Der Blogger Guido verzichtet seit einem halben Jahr auf das Auto.

3 thoughts on “Entschlankt das Auto – steigt aus!

  1. Na Bitte! Verstand überzeugt Geistlichkeit. Fasten soll ja gut sein, doch was nützt die Scheinheiligkeit im Vorfeld. Danach geht alles so weiter wie gehabt. Wer verzichtet denn gerne auf die vier Räder? Faulheit siegt. Ist eigentlich ungeheuerlich, was sich da auftut. Die „Krone der Schöpfung“ tut sich an, Vernunft zu rädern. Wenn es je eine gab. Vielleicht ist sie ja davon gefahren? Weihrauch und Feinstaub bleiben übrig, schwarze Lungenflügel. Es ist nichts getan, die Statistiken beweisen es. Rücksicht wäre vielleicht besser, bedingungslos NATÜRLICH, Auto fahren? Ein Unding! Doch sagt das mal den Dienern in den Ämtern, wo sie schleckern und zwingen: Mobilität ist wichtig! Pfui! Dieses Huckepack macht den Witz. Na und die Häublinge (sie fahren alle!) kommen ja auch nur auf Rädern, gerädert sozusagen. Fasten ist nichts, und Auto-Fasten auch nicht. Rücksicht wäre besser, Selbstbeschränkung. Meine Meinung. Und selber? Fast jeden Meter zu Fuß, mit dem Hunde, oder mit dem Rad. Denn was ein ganzes Leben lang im Auto sitzt, kann unmöglich gesund sein…

  2. „Der Blogger Guido verzichtet seit einem halben Jahr auf das Auto.“

    Wir wird denn da von Verzicht sprechen?!

    Ich finde es besser zu sagen: „Der Blogger Guido hat mit dem Auto aufgehört.“

    Das ist völlig analog zum Rauchen: Man verzichtet nicht wirklich auf was, sondern spart Geld, lebt gesünder und die Haut bleibt länger glatt. Außerdem belästigt man andere Leute nicht mehr mit seinen Abgasen….

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