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	<title>Kommentare zu: Fairtrade &#8211; Gut, böse, Marketing-Gag?</title>
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	<description>Werbung für Übermorgen - Nachhaltigkeit und PR</description>
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		<title>Von: AP</title>
		<link>http://www.nachhall-texter.de/2008/09/18/fairtrade-gut-bose-marketing-gag/comment-page-1/#comment-9784</link>
		<dc:creator>AP</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 21:59:19 +0000</pubDate>
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		<description>@ meermaedchen: Solch eine Übersicht wird ganz schön komplex, wenn man dann noch hineinrechnet, dass die heimischen Tomaten vielleicht aus dem Gewächshaus stammen und mit Erdöl beheizt wurden, während die kenianischen unter freiem Himmel wuchsen und &quot;nur hergeflogen&quot; sind. Also bitte mit hineinnehmen,wann man die Produkte kauft, im Sommer die heimischen, im Winter die aus Kenia.... Und dann stehe ich da Ende oktober und überlege, ob das nun noch Sommer oder schon Winter ist ;-)
Kasi hat es in seinem Beitrag ja ganz gut gezeigt, es ist nichts schwarz/weiss, es gibt durchaus nicht aufzulösende Dilemmata und da stecken wir als Kunden mittendrin! Deshalb beurteile ich das auch nicht mehr so schematisch und kaufe den Honig aus der Region vom Imker und den aus fairem Handel aus Mexiko, nur den aus dem Supermarkt, den ohne Label und für 1.20 €, den kaufe ich nicht mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ meermaedchen: Solch eine Übersicht wird ganz schön komplex, wenn man dann noch hineinrechnet, dass die heimischen Tomaten vielleicht aus dem Gewächshaus stammen und mit Erdöl beheizt wurden, während die kenianischen unter freiem Himmel wuchsen und &#8220;nur hergeflogen&#8221; sind. Also bitte mit hineinnehmen,wann man die Produkte kauft, im Sommer die heimischen, im Winter die aus Kenia&#8230;. Und dann stehe ich da Ende oktober und überlege, ob das nun noch Sommer oder schon Winter ist <img src='http://www.nachhall-texter.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Kasi hat es in seinem Beitrag ja ganz gut gezeigt, es ist nichts schwarz/weiss, es gibt durchaus nicht aufzulösende Dilemmata und da stecken wir als Kunden mittendrin! Deshalb beurteile ich das auch nicht mehr so schematisch und kaufe den Honig aus der Region vom Imker und den aus fairem Handel aus Mexiko, nur den aus dem Supermarkt, den ohne Label und für 1.20 €, den kaufe ich nicht mehr.</p>
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		<title>Von: AP</title>
		<link>http://www.nachhall-texter.de/2008/09/18/fairtrade-gut-bose-marketing-gag/comment-page-1/#comment-9782</link>
		<dc:creator>AP</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 21:46:15 +0000</pubDate>
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		<description>@ Kirsten: geht doch, ja, aber es dauert! Und weil alle Welt nur nach Biobaumwolle fragt, bleibt derjenige, der in Indien Bauern hift auf fair und bio umzusteigen auf der Baumwolle in Umstellung sitzen. Die Bauern haben zwar schon eine geringere Ernte, weil sie ja auf Chemie verzichten, das Label gibt es aber erst in 4 Jahren und kein Mensch ist bereit, ihnen ihre Umstellungsernte zu mehr als dem üblichen Welthandelspreis abzunehmen. Transfair finanziert das sicher nicht vor, genausowenig wie die Gebühren der Zertifizierung (für Transfair, Bio, Bioknospe Schweiz und was immer wir als Konsumenten noch gerne für bunte Bildchen sehen wollen). Und wieder wälzen wir das Risiko einseitig auf die Schwächsten ab!
Die Umstellung auf Bio kann nicht über Nacht geschehen: man muss die Bauern schulen, sie u.U. zwischenfinanzieren oder ihnen Abnahmegarantien auch für die Umstellungsernten geben, sie auf diesem Weg beraten, das braucht Zeit, Geduld und Geld!
Die Umstellung hat bei Obst und Gemüse Jahre gedauert und diese Zeit muss man den Bauern, Transfair und den Händlern bei der Baumwolle auch geben (und sie als Käufer auf dem Weg dorthin unterstützen).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Kirsten: geht doch, ja, aber es dauert! Und weil alle Welt nur nach Biobaumwolle fragt, bleibt derjenige, der in Indien Bauern hift auf fair und bio umzusteigen auf der Baumwolle in Umstellung sitzen. Die Bauern haben zwar schon eine geringere Ernte, weil sie ja auf Chemie verzichten, das Label gibt es aber erst in 4 Jahren und kein Mensch ist bereit, ihnen ihre Umstellungsernte zu mehr als dem üblichen Welthandelspreis abzunehmen. Transfair finanziert das sicher nicht vor, genausowenig wie die Gebühren der Zertifizierung (für Transfair, Bio, Bioknospe Schweiz und was immer wir als Konsumenten noch gerne für bunte Bildchen sehen wollen). Und wieder wälzen wir das Risiko einseitig auf die Schwächsten ab!<br />
Die Umstellung auf Bio kann nicht über Nacht geschehen: man muss die Bauern schulen, sie u.U. zwischenfinanzieren oder ihnen Abnahmegarantien auch für die Umstellungsernten geben, sie auf diesem Weg beraten, das braucht Zeit, Geduld und Geld!<br />
Die Umstellung hat bei Obst und Gemüse Jahre gedauert und diese Zeit muss man den Bauern, Transfair und den Händlern bei der Baumwolle auch geben (und sie als Käufer auf dem Weg dorthin unterstützen).</p>
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		<title>Von: Kirsten</title>
		<link>http://www.nachhall-texter.de/2008/09/18/fairtrade-gut-bose-marketing-gag/comment-page-1/#comment-9773</link>
		<dc:creator>Kirsten</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 12:28:20 +0000</pubDate>
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		<description>Fairer Handel ist laut Einschätzung der Macher ein durch und durch parteiisches System. Zunächst geht es um das Wohl der Schwächsten, der Anbauer, die für ihre Ware besser bezahlt werden sollen.  Um Umweltschutz und Bio geht es erst danach. Bei Lebensmitteln und Rohstoffen wie Tee, Kaffee und Bananen kann ich das noch ein Stück mittragen, bei Baumwolle schon nicht mehr. Konventionelle Baumwolle - gepäppelt mit Düngern und Pestiziden - ist eine immense Belastung für Land und Leute. Die Bauern ruinieren ihre Gesundheit - bei allem Respekt, da nützt ihnen die bessere Bezahlung auch nichts. 
Bei Baumwolle muss der faire Handel sich stärker bemühen, zweigleisig zu fahren und darauf zu achten, dass die Baumwolle doppelt gut ist: also bio und fair. 
Bisher sind nur 20 Prozent der fair gehandelten Baumwolle auch biologisch angebaut. Transfair weiß das sehr genau. Bei Lebensmitteln sind sie inzwischen bei 75 Prozent, die fair und bio sind. Geht doch!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Fairer Handel ist laut Einschätzung der Macher ein durch und durch parteiisches System. Zunächst geht es um das Wohl der Schwächsten, der Anbauer, die für ihre Ware besser bezahlt werden sollen.  Um Umweltschutz und Bio geht es erst danach. Bei Lebensmitteln und Rohstoffen wie Tee, Kaffee und Bananen kann ich das noch ein Stück mittragen, bei Baumwolle schon nicht mehr. Konventionelle Baumwolle &#8211; gepäppelt mit Düngern und Pestiziden &#8211; ist eine immense Belastung für Land und Leute. Die Bauern ruinieren ihre Gesundheit &#8211; bei allem Respekt, da nützt ihnen die bessere Bezahlung auch nichts.<br />
Bei Baumwolle muss der faire Handel sich stärker bemühen, zweigleisig zu fahren und darauf zu achten, dass die Baumwolle doppelt gut ist: also bio und fair.<br />
Bisher sind nur 20 Prozent der fair gehandelten Baumwolle auch biologisch angebaut. Transfair weiß das sehr genau. Bei Lebensmitteln sind sie inzwischen bei 75 Prozent, die fair und bio sind. Geht doch!</p>
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		<title>Von: meermaedchen</title>
		<link>http://www.nachhall-texter.de/2008/09/18/fairtrade-gut-bose-marketing-gag/comment-page-1/#comment-9666</link>
		<dc:creator>meermaedchen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 16:11:40 +0000</pubDate>
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		<description>@klaus: du hast ziemlich viel recht! Ich bin grad dabei mal eine Übersicht anzufertigen, was wirklich ökologisch sinnvoller Konsum ist. Was soll man beachten: Region, Verarbeitung, Soziale Arbeitsbedingungen? Was muss mehr gewichtet werden?

Außerdem finde ich es auch viel besser im Sinne der Fairen Woche nicht nur auf Fair Trade zu achten, sondern grade auch auf Bio. Das ist nämlich zum Großteil aus der Region.

Zum Glück gibt es hier in Berlin massen an Bio-Läden, weswegen ich gar nicht auf so 2-Wochen Experimente umsteigen muss, sondern konsequent im Bio-Laden (oder Bio-Supermarkt) einkaufen gehe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@klaus: du hast ziemlich viel recht! Ich bin grad dabei mal eine Übersicht anzufertigen, was wirklich ökologisch sinnvoller Konsum ist. Was soll man beachten: Region, Verarbeitung, Soziale Arbeitsbedingungen? Was muss mehr gewichtet werden?</p>
<p>Außerdem finde ich es auch viel besser im Sinne der Fairen Woche nicht nur auf Fair Trade zu achten, sondern grade auch auf Bio. Das ist nämlich zum Großteil aus der Region.</p>
<p>Zum Glück gibt es hier in Berlin massen an Bio-Läden, weswegen ich gar nicht auf so 2-Wochen Experimente umsteigen muss, sondern konsequent im Bio-Laden (oder Bio-Supermarkt) einkaufen gehe.</p>
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		<title>Von: kasi</title>
		<link>http://www.nachhall-texter.de/2008/09/18/fairtrade-gut-bose-marketing-gag/comment-page-1/#comment-9644</link>
		<dc:creator>kasi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 09:38:33 +0000</pubDate>
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		<description>Stimmt, aber das ist doch gerade, wo fairtrade ansetzt, oder nicht? Kleinbauern die Möglichkeit geben, sich in Genossenschaften zusammenzuschließen und damit direkt die Endverbraucher zu erreichen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass ein kompletter Handelsboykott irgendjemanden hilft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stimmt, aber das ist doch gerade, wo fairtrade ansetzt, oder nicht? Kleinbauern die Möglichkeit geben, sich in Genossenschaften zusammenzuschließen und damit direkt die Endverbraucher zu erreichen. Ich glaube jedenfalls nicht, dass ein kompletter Handelsboykott irgendjemanden hilft.</p>
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		<title>Von: Klaus Werner-Lobo</title>
		<link>http://www.nachhall-texter.de/2008/09/18/fairtrade-gut-bose-marketing-gag/comment-page-1/#comment-9643</link>
		<dc:creator>Klaus Werner-Lobo</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 09:27:50 +0000</pubDate>
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		<description>der unterschied zwischen französischem wein und landwirtschaftsgütern aus ärmeren ländern ist, dass in zweiteren fast alle anbauflächen für den export bestimmt sind. die ursache liegt nicht im mangel, sondern in der ungerechten verteilung von grundbesitz. hunger herrscht v.a. in ländern mit hoher landwirtschaftlicher produktion, aber hoher exportrate. deshalb kann man tatsächlich von &quot;wegnehmen&quot; sprechen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>der unterschied zwischen französischem wein und landwirtschaftsgütern aus ärmeren ländern ist, dass in zweiteren fast alle anbauflächen für den export bestimmt sind. die ursache liegt nicht im mangel, sondern in der ungerechten verteilung von grundbesitz. hunger herrscht v.a. in ländern mit hoher landwirtschaftlicher produktion, aber hoher exportrate. deshalb kann man tatsächlich von &#8220;wegnehmen&#8221; sprechen.</p>
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