Die Wasserfälle der Verschwendung

Gut, Kunst muss nicht nachhaltig sein, sie kann auch manchmal nur für einen kurzen Moment wirken. Obwohl, manchmal habe ich das Gefühl, dass sich Künstler mit ihren Installationen wenig Gedanken darüber machen, wieviel Energie ihre Kunstwerke verbrauchen. Eine Statue oder ein Gemälde verbrauchen keine Ressourcen mehr, wenn sie erst einmal hergestellt sind, aber Video- und Licht-Installationen verbrauchen Energie, meistens auch dann, wenn die Museen oder Galerien nicht geöffnet sind.
Das Wasserfall-Projekt vom isländischen Künster Olafur Eliasson ist so ein Beispiel. Tausende von Litern Wassern werden künstlich ein paar Meter hochgepumpt um dann wieder in den Hudson River zu plumpsen. Was soll das? Zumal das Ergebnis wesentlich abweicht von den Photoshop-Bildern der ursprünglichen Planung, kein satter, breiter Wasserfall wie in der Natur, sondern mehr oder weniger ein dünner Streifen Wasser.

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