Prenzlberg ist nicht cool.
20. Mai, 2008 von laberena
In Medien-Nachschau
Ich habe heute einen sehr guten ZEIT-Artikel (Henning Sussebach: “Bionade-Biedermeier”, ZEIT-Magazin Leben 46/2007) über die selbstverliebten Pseudo-Alternativen aus Berlins ehemaligem Szene-Bezirk wieder entdeckt.
Auf den Straßen ringsum parken zig Citroëns aus den Sechzigern und Vespas aus den Siebzigern, gefahren von Männern mit Günter-Netzer-Frisuren. Im Spielzeugladen Kinderstube wird gebrauchtes Spielzeug verkauft, Fisher-Price-Kipplaster aus den Achtzigern – für 69 Euro. Junge Eltern rekonstruieren ihre eigene Kindheit, als hätten Gegenwart und Zukunft nicht viel zu bieten. Manchmal wirkt das ein wenig ängstlich, oft wirkt es wie Westalgie im Osten. Die Läden, in denen diese Sehnsucht nach dem Gestern bedient wird, ob mit Nierentischen, Plattenspielern oder riesenrädrigen Kinderwagen, sind sehr teuer. Nur das „Du“ kriegt man hier immer noch umsonst: „Da kaufst du dir aber echt was Gutes, du.“
Die wahren LOHAS wohnen eh in Neukölln.
Danke an BAsT von BOKOROST für den Tipp und an das tazblog für das Bild!
Zum gleichen Thema:
Fahrrad vs. Smart vs. Volkswagen: “Zuverlässigkeit im Dauereinsatz!”
Die Antwort der Nachhall-Texter auf die Herausforderung von Smart und Volkswagen.
“Kraftvoll, ausdauernd, immer einsatzbereit und klimaneutral!”
(C) Photo made by Phil Intallura with local models from Cambridge
Zum gleichen Thema:
Smart für Pinocchios vs. Bullis für Casanovas
Die Antwort von Volkswagen auf die Smart-Kampagne: “Und besseren Sex hat man auch drin.”

Smart antwortet darauf mit: “Auf die Größe kommt’s nicht an, sondern auf die Technik.”

Zum gleichen Thema:
Energie zum Aufblasen

Das wäre hilfreich gewesen heute: 30 Grad in der Sonne, schnell die Luftmatratze raus, ein wenig heißes Wasser erzeugt und dann nach dem Tag in der Sonne unter die Dusche mit selbstgemachten heißem Wasser. (Via Got2BeGreen, Gadgetinsight, Gearpatrol, Gizmodo, NewLaunches, Environmental Graffiti )

Die Firma, die Solarmatratze auf den Weg bringen will, heißt IDC – Industrial Design Consultancy. In ihrer Pressemitteilung beschreiben sie die Vorteile der Matratze:
The SolarStore harnesses the sun’s natural energy to warm domestic water and can heat up to three full tanks of water per day at temperatures close to 80°C. For consumers in the UK, the SolarStore could provide a cheap source of domestic hot water; with an initial cost of under £100 per product, trial data has shown that the system will pay for itself in only 6 months. When deflated, it is small enough to fit into a rucksack, yet SolarStore inflates to nearly 2m2 for maximum solar absorption.
Zum gleichen Thema:
Smart: Das Auto für Pinocchios
Die ganze Öko- und Hippie-Protestbewegung wird durch den Klimakakao gezogen, denn mit schweren Geräten und entsprechendem CO2-Ausstoss kann der kleine Smart locker mithalten, so zumindest die aktuelle Kampagne. 3,3 Liter auf 100km soll der Smart nehmen, nicht zu vergleichen mit den spritschluckenden Volkswagen Bulli der 68er, der 13,1 Liter auf 100 km verbraucht. Für Lohas gut geeignet, nicht wahr? Klein, frech, ökologisch. Mehr lesen
Zum gleichen Thema:
Die Karotte, die nach Hummer schmeckt
7. Mai, 2008 von kasi
In Campaigning
Kampagne von Greenpeace zu Genetisch veränderten Nahrungsmitteln (GM= Genetically Modified Organisms): “Do you know what you eat?”
Via Treehugger, 2WENTY 4OUR, Notcot, ADCD Graffiti.
Zum gleichen Thema:
Europäische Nachhaltigkeitsakademie
7. Mai, 2008 von kasi
In Konferenzen
Eine Europäische Nachhaltigkeitsakademie wird von Europäischen Akademie in Otzenhausen in Zusammenarbeit mit der ASKO EUROPA-STIFTUNG und dem Institut für Europäische Politik der Universität Trier durchgeführt. Aus der Seminarbeschreibung:
European Energy Policy and Climate Change
Political and Economic AspectsClimate change is one of the greatest environmental, social and economic threats to the planet. The European Union and its Member States see themselves as being at the forefront of international efforts to combat climate change and have played a key role in the development of the Kyoto protocol. However, Kyoto is only a first step. Ambitious action is needed to reduce European carbon emissions and to promote an international agreement to reduce global emissions after 2012, when Kyoto‘s targets expire, in order to limit global warming to 2°C. The fight against climate change can be considered as the next big project for the EU.
The 1st European Sustainability Academy addresses the tightly related issues of European action against global warming, the transformation of European economies towards low carbon economies and energy security of the European Union and its Member States.
Die Europäische Nachhaltigkeitsakademie richtet sich an Graduierte, Doktoranden und junge Forscher im der Wirtschafts-, Europa- und Politikwissenschaften.
Zum gleichen Thema:
Leopardenbaum
7. Mai, 2008 von kasi
In Campaigning
“You never kill just the tree” – WWF Kampagne via UNEP. Eine ähnliche Kampagne gab es schon mal, damals mit der Verbindung Baum-Mensch.
Zum gleichen Thema:
Adidas und Guerilla-Gardening
Guerrilla-Gardening gibt es immer wieder mal, zum Beispiel hatten wir hier schon mal darüber berichtet, wer mehr erfahren will, kann auf GuerillaGardening.org sich informieren. In der Blogosphäre wird auch fleißig darüber berichtet, zum Beispiel bei den Streeteditors oder bei Ecospace. Mehr lesen
Zum gleichen Thema:
Der Luchs ist zurück
6. Mai, 2008 von kasi
In Campaigning

Die Gregor-Luisoder-Stiftung hat eine Kampagne ins Leben gerufen, die den Erfolg von Naturschutz auf mehreren Plakatmotiven verdeutlicht. Leider ist die Kampagnenwebsite nicht sehr umfassend, auf www.naturschutz-ist-erfolgreich.de stehen zwar die Plakate als Download bereit, aber schon allein die Motive musste ich mir umständlich aus der PDF-Datei kopieren. Die Hintergrundinfos zu den Wildtieren wie Luchs, Bär und Wolf und ihre Lebensgewohnheiten in deutschen Naturschutzparks muß man sich auch umständlich aus einer weiteren PDF-Datei zusammensuchen.
Der Text ist aber recht informativ und lehrreich. Ein Auszug:
Richtig oder falsch? Wildtiere wie Bär, Wolf und Luchs können in Deutschland nicht mehr leben, weil es keine entsprechenden Lebensräume mehr gibt. Bär, Wolf und Luchs lebten in Deutschland und den anderen mitteleuropäischen Lebensräumen immer auch in vom Menschen besiedelten Gebieten und nicht nur in “Urwäldern” – sie gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr. Ihr Aussterben kann in den geeigneten Gebieten nicht mit der Veränderung von Lebensräumen begründet werden, vielmehr wurden sie gezielt mit Fallen, Giftködern und Abschuss ausgerottet. Zurzeit wandern sie wegen strenger Schutzvorschriften in Deutschland und den Nachbarländern wieder in ihre früheren Lebensräume ein.
Wie der U-Botschafter berichtet, werden die Motive auch in ICEs beworben.
Zum gleichen Thema:
Lesetipp: Ökostromsiegel
5. Mai, 2008 von kasi
In Blogosphäre
Wer mehr über die zwei Ökostromsiegel “Ok-Power” und “Grüner Strom” erfahren will, bitte einfach auf folgende Links beim Strompfadfinder klicken: Ok-Power – Grüner Strom.
Kurzzusammenfassung: Grüner Strom ist restriktiver und wird von Bund, Nabu, Eurosolar, DNR, IPPNW, VerbraucherInnenInitiative und NaturwissenschaftlerInnen für den Frieden zertifiziert, Ok-Power enthält auch Öko-Strom-Produkte von Anbietern, die auch herkömmlichen Strommix anbieten, und wird vom Ökoinstitut, WWF und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zertifiziert.
Zum gleichen Thema:
Atomstromfreies Internet
5. Mai, 2008 von kasi
In Campaigning
Greenpeace Energy startet gemeinsam mit der Agentur U21 und dem Internetdienstleister Internic eine Kampagne, den Stromverbrauch von Computern, Rechenzentren, Host-Dienstleistern auf Erneuerbare Energien umzustellen.
Mit dem rapiden Wachstum der Internetnutzung in Deutschland steigt auch der Anteil des Stromverbrauchs, der durch dieses Medium verursacht wird. Dabei werden knapp 80 Prozent des Strombedarfs nach wie vor durch Atom- und Kohlestrom gedeckt. Beim Stromverbrauch durch das Internet entfallen etwa 50 Prozent auf die PCs der User und 50 Prozent auf die Netzinfrastruktur mit Servern, Providern und Datenleitungen für E-Commerce und Mailverkehr.
Dazu kann man ein Atomstromfreies Emailkonto anlegen oder seine Seite zu einem alternativen Hosting-Service wie Greensta oder Biohost wechseln.
Zum gleichen Thema:
Gutes Tun beim Suchen – Yodogo und Ecocho
5. Mai, 2008 von kasi
In Blogosphäre
Man kann nicht nur bei Google und Yahoo suchen, sondern verschiedene Suchmaschinen basierend auf Google und Yahoo bieten einen ähnlichen Service an, wobei die Einnahmen einem guten Zweck dienen.
Yodogo basiert auf der Google-Suche. Yodogo steht für You-do-good, leider aber hat das Projekt in den letzten zwei Jahren kaum Einnahmen zu verzeichen und konnte daher seit Ende 2006 nur US-Dollar 97,82 an Unicef und WWF überweisen.
Ecocho steht für “Öko-Geschenk” (Cho heißt Geschenk auf japanisch) und basiert auf der Yahoo-Suche. Google war die ursprüngliche Suchmaschine, allerdings nach anfänglichen positiven Signalen von Google hat die Firma ihre Unterstützung zurückgezogen.
Angeblich werden für jede 1000. Suche zwei Bäume gepflanzt. Ca. 4000 Bäume sind schon gepflanzt, was auf ca. 2 Millionen Besucher schließen lässt (nach Aussage des Blogs hat das Projekt ca. 70.000 Besucher pro Tag).
Die Wirklichkeit scheint aber zu sein, dass Ecocho Klimazertifikate bei der Global Carbon Exchange kauft, die dieses Geld in Klimaprojekte steckt.
Via Kasiblog, Sebastian Backhaus
Zum gleichen Thema:





