Innovation und globale Zusammenarbeit im Rahmen eines Nachhaltigkeitsansatzes
31. März, 2008 von Christoff
In Organisationen
Entwurf von führenden Wissenschaftlern zeigt Nachhaltigkeit nicht als Kostenfaktor auf, sondern als Chance für Unternehmen, sich mit Innovationen langfristig erfolgreich aufzustellen
Führende Wissenschaftler haben sich zusammengesetzt und in ihrem Whitepaper „A New Mindset for Corporate Sustainability“ Thesen zum Erfolg von Unternehmen aufgestellt. Die Studie kann übrigens hier runtergeladen werden.
Im Kern ihres Whitepapers steht der Ansatz, wie Unternehmen sich erfolgreich zwischen Shareholdern (Anteilseigner), Society (Gesellschaft) und Sustainable Environment (Umwelt) positionieren können. Dabei müssten alle drei Felder vom Unternehmen wahrgenommen werden. Die Konzentration auf nur eines der Felder würde einer erfolgreichen langfristigen Unternehmensstrategie entgegenstehen. Nachhaltigkeit ist der Weg zu Innovationen, die die Unternehmen erfolgreich agieren lassen – soweit die Grundaussage der Wissenschaftler.
Der Weg zum Ziel sei es, dass in den obersten Führungsebenen ein Umdenken zu mehr Nachhaltigkeit stattfinde. Diese Weitsicht und Überzeugung auf der Führungsebene lasse neue Wertvorstellungen in alle restlichen Bereiche der Unternehmen fließen. Groß angelegte Umstrukturierungen seien also gar nicht nötig. Der Artikel nennt zudem die „10 Schritte, um Ihr Unternehmen zum Wegbereiter in Sachen Nachhaltigkeit zu machen“.
Praxisnahe Untersuchungen wurden in namhaften Firmen durchgeführt, unter anderem bei Marks & Spencer, Hyflux, Cemex und Shenzhen Water. Das große Einzelhandelsunternehmen Marks & Spencer hat beispielsweise mehr als 12 Tausend Lieferanten beratend mit einbezogen, um die besten Verfahren im Sinne der Nachhaltigkeit zu entwickeln. Der führende Zementhersteller Cemex hat ein neues Unternehmen gegründet, das für finanzschwache Hausbauer neben den Baumaterialien auch Kredite, Wissenstransfer und andere Dienstleistungen zur Verfügung stellt. Shenzhen Water versorgt in China Haushalte mit über 7 Millionen Litern Trinkwasser und hat durch Initiativen zur Abwasserbehandlung und Wasserwiederaufbereitung neue strategische Geschäftsfelder erschlossen, die mittlerweise mehr als 20 Prozent des Umsatzes ausmachen.
Die 10 Schritte zum nachhaltigen Wirtschaften und Handeln sind laut der Studie folgende:
- Machen Sie Innovation für Nachhaltigkeit zu einem Teil Ihrer Unternehmensvision.
- Formulieren Sie eine Strategie mit Nachhaltigkeit als Kerngedanken.
- Betten Sie Nachhaltigkeit in alle Teile Ihres Unternehmens mit ein.
- Lassen Sie den Worten Taten folgen.
- Gründen Sie ein Gremium, um nachhaltiges Wirtschaften und Handeln durchzusetzen.
- Stellen Sie feste Regeln auf.
- Holen Sie alle Beteiligten an Bord.
- Nutzen Sie das Potenzial Ihrer Mitarbeiter.
- Knüpfen Sie Kontakte.
- Denken Sie über den Nachhaltigkeitsbericht hinaus: Richten Sie alle Geschäftssysteme auf die Nachhaltigkeitsvision aus.
| Beitrag von Christoff Berlage, Texter bei den Textologen |
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Sustainable News aus England
29. März, 2008 von lars
In Blogosphäre
In England passiert einiges, was Bewusstein und Bewegung bzgl nachhaltiges Leben angeht. Um sich auszutauschen und weiterzulernen machen sich Stefa Roth und Lars Schmidt, zwei Sustainability Educators aus Berlin (www.art-ecology-education.org) auf die Reise und berichten darüber auf ihrem Blog Sound of Sirens.
Auf dem Programm stehen ua ein Workshop bei der Transition Towns Bewegung in Totnes (Transition Towns informieren und bilden Teamer und Gemeinschaften aus, so dass Orte, Städte, Gegenden usw mit zurückgehender Energie- und Resourcen Verfügbarkeit umgehen lernen.) ein Vortrag von Vandana Shiva (Physikerin, Ökologin, Akivistin und Autorin) beim Schumacher College, Treffen mit Permakultur Projekten…
Für alle die an Vernetzung und internationalem Austausch interessiert sind…
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Ein Abend mit Reset und Fairdo
29. März, 2008 von kasi
In Blogosphäre
Bevor ich noch kurz etwas erzähle zu zwei interessanten Gesprächen, welche die Nachhall-Texter gestern geführt haben, noch ein Link zu Andreas sehr interessanter Replik auf einen Tagesspiegel-Artikel über die Lohas-Communities Utopia und Ivyworld.
Communities und Social Networks, die sich mit Nachhaltigkeit befassen oder Aktivismus befördern wollen, gibt es ja mittlerweile fast schon wie Sand am Meer. Neulich beim Stöbern im Internet sind mir noch zwei interessante Wiki-Communities zu dem Thema aufgefallen: Greenlivingpedia und Appropedia. Dann gibt es noch das Aktiven.net oder Betterplace, Wiserearth oder Weltretter.org.
Bei letzterem übrigens ein interessanter Bug: als ich zeigen wollte, wie bei Weltretter das Anlegen eines Projekts funktioniert und ich testweise irgendein Kürzel eingegeben habe, wurde das Projekt gleich gespeichert und konnte nicht mehr gelöscht werden. Mal gucken, ob das Team rund um Anne Wangrin mir helfen kann, den Schritt wieder rückgängig zu machen. Aber die Idee, Projekte vorzustellen und Mitstreiter einzuladen ist, ist jedenfalls bei Weltretter ganz gut umgesetzt.
Wie ich schon vor kurzem ausführte, wäre mein Traumportal eins, wo ich mich vernetzen, Projekte plannen und publizieren kann. Gestern abend ist das Ziel etwas näher gerückt, nachdem ich kurz bei den Machern von Fairdo und Reset.to vorbeigeschaut habe. Mehr lesen
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Werbung gegen Realität
Raul und Max berichten ausführlich über das Projekt Pundo3000 von Samuel Mueller. Samuel Mueller stellt Produktwerbung und Realität gegenüber und ermutigt sich mit der Wirkung von Werbung auseinanderzusetzen.
Von BigMac bis Milchreis, von Fertiggericht bis Müsliriegel sind alle Produkte vertreten, die einem im Supermarkt begegnen. Ein Youtube Video gibt es auch.
Die Rechte der Bilder liegen bei Samuel Mueller
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Grüner Lobbyismus
28. März, 2008 von kasi
In Blogosphäre, Organisationen
Die Green10 sind ein Zusammenschluss von zehn namhaften Umwelt-NGOs auf der europäischen Ebene: BirdLife International, CEE Bankwatch Network, Climate Action Network Europe, European Environmental Bureau, Friends of the Earth Europe, Greenpeace European Unit, Health and Environment Alliance, International Friends of Nature, Transport and Environment, WWF European Policy Office.
Als ich im letzten Jahr zu Lobbyismus von Regionen recherchiert hatte, ist mir auch aufgefallen, dass einzelne Regionalbüros gute Kontakte zu den Umweltverbänden in Brüssel halten. Die Leiterin des North West Brussels Office (die Region um Liverpool und Manchester) Suzy Sumner war sogar sehr lange bei diversen Umweltorganisationen aktiv und hat mir damals vor strömenden Brüsseler Regen Asyl bei sich im Büro gegeben.
Hmm, ich muß mal bei der Green10 nachhorchen, wie die Kooperation zustande gekommen ist. Spannendes Projekt, und professionelle Kommunikation!
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Bionade, Wasser, Nachhaltigkeit
25. März, 2008 von kasi
In Cause Related Marketing
Im Berliner Radialsystem findet am 5. April 2008 ein Familientag über das Nachhaltige Wasser statt.
Aus wie viel Wasser besteht der Mensch? Wie verwandelt es sich in Eis oder Dampf? Wie viel Wasser braucht eine einzige Tomate, bis sie reif ist? Und wie viel Wasser verbrauchen wir täglich – und Menschen in anderen Ländern im Vergleich?
Sehr interessant ist, dass dort die Aktion “Ressourcen schaffen – Trinkwasser pflanzen” vorgestellt wird. Das Öko-Marketing von Bionade verknüpft das Image als trendiges Biogetränk mit einer sinnvollen Kampagne. Mehr lesen
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Der Olympische Gedanke und die Arbeitsbedingungen
25. März, 2008 von kasi
In Campaigning
China hat ja nicht nur ein Problem mit Tibet, sondern auch ein Problem mit den Arbeitsbedingungen in der Textilbranche. Das Inkota-Netzwerk, ein Zusammenschluss von Entwicklungs-Basis-Initiativen, macht in ihrer Kampagne “PlayFair2008” auf die Situation von Arbeitern bei den Kleiderherstellern in Entwicklungsländern aufmerksam. Mehr lesen
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Was für ein Nachhaltigkeits-Social-Network bräuchten wir eigentlich?
23. März, 2008 von kasi
In Blogosphäre
Christian Noll liest ab und zu bei uns mit. Seine Gedanken zum neuen Label “Permakultur” sind spannend. Er fragt sich, ob es denn wirklich ein neues Label “Permakultur” braucht und eine Antwort auf diese Frage gibt es in einem Beitrag bei Sound of Sirens.
Christian hat aber natürlich Recht. wie kann man bei diesen ganzen Labels noch den Überblick behalten? Ethik-Konsum, LoHaS, Cultural Creatives – allerhand Etiketten für den Versuch, ein gesundes und grünes Leben zu führen.
Wie erreicht man Menschen und wie kann man sie überzeugen, einen solchen Lebenstil zu führen? Mehr lesen
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Nachhaltigkeit und Greenwashing: Utopia fragt, Schaltegger antwortet
16. März, 2008 von laberena
In Medien-Nachschau
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Auf Utopia.de ist mir heute ein Interview mit Prof. Dr. Schaltegger, Lehrstuhl für Nachhaltgkeitsmanagement am Center for Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement und Greenwashing aufgefallen. Schaltegger geht dabei auf die unterschiedlichen Zwänge ein, denen unterschiedliche Branchen unterliegen. So spielt öffentlicher Druck genauso eine Rolle wie eine zunehmend “nachhaltige” Marktnachfrage oder Regulierungsdruck. Unternehmen, die in besonders sensiblen sozial-ökologischen Branchen operieren, weisen laut Schaltegger das größte Potenzial auf, sich durch strategisches Nachhaltigkeitsmanagement zu positionieren.
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